Ernährung des Säuglings und des Kleinkinds

Irgendwann kommt die Zeit des Abstillens und Sie müssen sich Gedanken über die Einführung von Beikost machen. Wann beginnen Sie damit? Was können Sie füttern? Wie gestalten Sie den Übergang zur Familienkost? Soll ich meinem Baby Gläschenkost geben oder lieber selber kochen? Die Antworten finden Sie in diesem Abschnitt.

Wann sollte Beikost eingeführt werden und womit fange ich an?

Eine Beikost wird frühestens ab dem 5. Monat, spätestens bis zum 7. Monat eingeführt. Jede Beikostmahlzeit ersetzt eine Stillmahlzeit. Beginnen Sie mit der ersten Beikost am besten zur Mittagszeit.

Starten Sie mit einer reinen Bio-Gemüsezubereitung wie Karottenmus. Nach ungefähr einer Woche gehen Sie zu einem Gemüse-Kartoffel-Brei mit Fettzusatz über und eine weitere Woche später zum vollständigen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Zum Gewöhnen führen Sie neue Lebensmittel immer schrittweise und behutsam ein.

Als Nächstes ersetzt der Milch-Getreide-Brei eine Stillmahlzeit, am besten als Abendessen. Der Brei verbessert die Versorgung mit Mineralstoffen wie Calcium und liefert wichtige Vitamine der B-Gruppe.

Ersetzen Sie eine weitere Milchmahlzeit als Zwischenmahlzeit durch den milchfreien Getreide-Obst-Brei.

Wann geht man zur Familienkost über?

Ab dem 10. Monat gehen die Brei-Mahlzeiten der Säuglingsernährung langsam in die Familienkost mit drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten über.

Statt der Milchmahlzeit (Frühstück) können Sie beginnen, Ihrem Kind Milch zu geben. Der zum Mittag gefütterte Bio-Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei besteht zunehmend aus Zutaten der Familienkost. Die zwei weiteren Breimahlzeiten werden durch ein Abendessen und zwei Zwischenmahlzeiten abgelöst.

Neben der Beikost und den verbleibenden Milchmahlzeiten benötigt Ihr Kind zur Deckung des Wasserbedarfs zusätzlich Getränke. Im Rahmen des Ernährungsplanes liegt der Bedarf bei etwa 1 Tasse Wasser (ca. 200 ml) pro Tag.

Empfehlenswert sind Leitungswasser und ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee.

Gläschen oder nicht? Was ist für mein Baby das Beste?

Diese Frage haben Sie sich sicher schon mehrfach gestellt. Und selbstverständlich haben Sie auch genauso viele Antworten bekommen. Die Vor- und Nachteile von selbst zubereiteter Nahrung und industriell hergestellter Breinahrung haben wir als Überblick für Sie zusammengestellt:

    Selbst zubereitete Beikost Industriell hergestellte Beikost
    Vorteile

* Freie Entscheidung über Anzahl der Zutaten

* Bewusster Verzicht auf Salz und Zucker möglich

* Geschmack bleibt besser erhalten
Nachteile:

* Zeitaufwand für die Zubereitung ist höher

Vorteile

* geringer Schadstoffgehalt

* geringerer Zeit- und Arbeitsaufwand
Nachteile:

* Sind erheblich teurer als selbst zubereitete Beikost

* Enthalten häufig zahlreiche überflüssige und ungeeignete Zutaten


Ein kleiner Tipp von uns: Kochen Sie vor und frieren Sie den Brei portionsweise ein. So haben Sie nur einmal den Aufwand und brauchen das Essen dann nur noch aufzuwärmen.

Worauf Sie bei fertigem Baby-Brei achten sollten

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Anbieter von Babykost. Generell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Es sollten nur wenige Einzelzutaten wie eine
  • Gemüse-, Obst- oder Fleischsorte enthalten sein
  • Die Produktzutaten sind den Zutaten für einen selbst zubereiteten Brei ähnlich
  • Ist ein Brei sehr fettarm, geben Sie 1 Teelöffel Öl hinzu (der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei soll 8-10 g, der Getreide-Obst-Brei 5 g Fett pro Mahlzeit enthalten)
  • Wählen Sie bei Getreide möglichst Vollkornprodukte
  • Verzichten Sie auf Brei mit geschmacksgebenden Zutaten wie Gewürze, Kräuter, Nüsse, Schokolade, Aromen usw.
  • Vermeiden Sie Produkte mit Zuckerzusätzen und zusätzliche Salzzugaben.
  • Breie sollten keine Milchprodukte enthalten (Ausnahme: Milch-Getreidebrei)

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