1. Bewegung fördert unsere Kinder

Die Bedeutung der Bewegung für unsere Babys und Kinder lässt sich kaum hoch genug einschätzen. Schon das strampelnde Baby zeigt uns, wie wichtig und ursprünglich das Herumturnen ist. Kinder bewegen sich freiwillig, und zwar gern und oft. Was uns Erwachsene manches Mal zur Verzweiflung treiben kann, ist nichts weiter als unbändige Natur und sollte grundsätzlich gefördert werden. Während Erwachsene ihre Gesundheit und Kraft nur noch erhalten müssen, werden diese bei Babys und Kindern erst aufgebaut. Dafür sind allerdings einige Bewegungsstunden pro Tag nötig.

Dass jede Form der Bewegung Kinder beim Lernen positiv beeinflusst, ist heute allgemein bekannt. Zudem fördert sie, wenn in der Gruppe gespielt wird, die sozialen Kontakte und das Kind lernt seine Umgebung kennen. Es kann sich mit der Zeit physisch und psychisch besser einschätzen und wird immer selbstsicherer. Dafür sind beispielsweise unterschiedliche Bewegungsspiele und passende Spielsachen, durchaus anstrengender Sport für Kinder und die Entspannung danach nötig. Bei Kindern werden alle Sinne mobilisiert, wenn sie ihren Körper spüren und seine Möglichkeiten wahrnehmen dürfen. Dass die neue Sicherheit – zum Beispiel auf wackeligem Grund stehen zu können – auch zu einem insgesamt positiven Selbstbild führt, ist leicht nachzuvollziehen. Und dieses wiederum ist die beste Voraussicht für ein mutiges, selbstbestimmtes Leben.

2. Mangelnde Bewegung ist für Kinder höchst ungesund

Es gibt immer wieder Untersuchungen über die Fitness von Kindern. Leider nimmt diese im Vergleich zu früheren Jahren im Durchschnitt ab. So wurde inzwischen festgestellt, dass viel zu viele Kinder Übergewicht haben, zu lange fernsehen und Computer spielen. Dabei ist diese Bewegungslosigkeit Gift für Kinder, wenn sie nicht intensiv ausgeglichen wird. Die Spätfolgen wie Diabetes stellen sich in immer jüngeren Jahren ein. Wird zum Beispiel ein Buch gelesen, laufen im Körper ähnliche Reaktionen ab, wie sie die Personen im Buch erleben, auch wenn wir dabei still sitzen. Diese körperliche Reaktion gibt es beim Fernsehen nicht in demselben Maße. Ein weiteres Beispiel: Ein Kind, das nicht vor dem TV-Gerät sitzt, wird sich immer wieder anders hinsetzen, sich hinlegen und wieder aufstehen. Es wird sich bewegen, weil dies in seiner Natur liegt. Dieser natürliche Drang wird gebremst, wenn die „Flimmerkiste“ läuft und das Kind fasziniert hineinschaut.

Dazu kommt die Bewegungsarmut vieler Eltern. Sie gehen nicht joggen und kaum spazieren. Viele haben noch nie eine Radtour mit dem Kind gemacht (dabei können schon die Kleinsten in speziellen Fahrradsitzen dabei sein). Wandern ist für viele Menschen aus der Mode gekommen. Etwas besser ist es im Sommer, wenn das Wetter uns nach draußen lockt und wir uns im Freibad oder an einem Baggersee aufhalten. Hier können die Kinder toben, das Baby strampeln. Es gibt neue Sinnesreize und eine andere Umgebung, die erforscht werden will. Doch im Winter ist die Bewegungsarmut der Kinder besonders groß, vor allem dann, wenn in der Schule auch noch der Sport ausfällt.

3. Babyschwimmen als beliebter Einstiegssport

Sobald unsere Kleinsten ihre Körpertemperatur weitgehend selbstständig regulieren können, ist Babyschwimmen angesagt. Zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensmonat kann normalerweise mit dem einfachen Bewegungsspiel begonnen werden. Am besten wird vorher oft gemeinsam in der Badewanne gespielt. Das Planschen im warmen Wasser macht den Kindern Spaß und ist auch für die jungen Eltern angenehm. Daher gehen viele Paare gern mit ihren Kindern baden. Später gibt es Kurse in den Hallenbädern oder bestimmte Zeiten, die nur für Eltern und Kind vorgesehen sind. Eine fachkundige Anleitung hilft, das Baby dabei richtig zu halten und zu führen.

Mancher fragt sich, warum Babys so gut im Wasser zurechtkommen. Die Antwort: Babys haben viel Zeit in der Fruchtblase verbracht. Sie sind daran gewöhnt, in einer wässrigen Flüssigkeit zu schwimmen. Sie hören im Wasser ausgezeichnet und halten die Augen unter Wasser weit offen. Außerdem hilft ihnen der Auftrieb des Wassers bei ihrem Bewegungsdrang, denn die Schwerkraft wird im Bad reduziert. Die ausgelassenen Körperbewegungen sind ein hervorragendes Training für Knochen und Muskulatur, für die Sehnen und Bänder und, wie erwähnt, auch für das Gehirn.

4. Kinderspielzeug für Bewegung nutzen und zu Fuß unterwegs sein

Einmal die Woche zum Babyschwimmen zu gehen, ist eine hervorragende Idee. Aber es reicht als Bewegungseinheit für Kinder natürlich nicht aus. Bei kleinen Kindern ist das Laufen dem Fahren vorzuziehen. Wann immer es geht, sollten Eltern mit ihrem Nachwuchs zu Fuß unterwegs sein. Ein bisschen mehr Zeit muss allerdings dafür eingeplant werden. Kinder können sich über eine Blume am Wegrand beugen, den Linien des Pflasters folgen oder in aller Ruhe den Hund betrachten, der ihnen entgegenkommt. Sie haben kein Zeitgefühl, nur der Moment ist wichtig.

Etwas größere Kinder freuen sich über ein Laufrad, später über ein Fahrrad. So sind sie beweglich und können ihre eigenen Kräfte spüren. Für innen wie außen gibt es Bewegungsspielzeug. So lassen sich manche Schaukeln in einem Türrahmen aufhängen, andere stehen auf dem Rasen. Bei Letzteren gibt es Mehrfachgeräte, die beispielsweise auch zum Klettern einladen. In der Stube steht vielleicht ein Punchingball oder es gibt kleine Softbälle, draußen darf es gern ein größerer Ball sein. Ein eigener Pool ist ebenso schön wie ein Trampolin, Seile zum Springen bringen die Kinder genauso in Bewegung wie das Buddeln im Sandkasten oder Rasenhockey. Nicht zu vergessen: das klassische Schaukelpferd, das stets heiß und innig geliebt wird.

5. Klassische und moderne Kinderspiele zur Bewegungsförderung

Die klassischen Kinderspiele sind stets willkommen. Verstecken, Blindekuh und Topfschlagen gehören selbstverständlich dazu. „Fang den Fuchs“ und „Armer schwarzer Kater“, Hüpf- und Ballspiele sind immer gefragt. Zu den Hüpfspielen gehört unter anderem „Himmel und Hölle“ oder Gummitwist, zu den Ballspielen Fußball, Völkerball oder Federball. Wer einen Garten zur Verfügung hat, kann Eierlaufen, Wettrennen und Sackhüpfen anbieten. In den Bibliotheken finden sich Anleitungsbücher mit neuen Spielideen, wenn die eigenen ausgehen. Es ist die Abwechslung, die für eine tiefe Zufriedenheit bei den Kleinen sorgt. Übrigens schlafen ausgelastete Kinder sehr viel besser. Sie sind zudem kreativer und ausgeglichener.

Nicht immer steht eine Gruppe zur Verfügung, doch viele Spielformen lassen sich auch allein oder mit den Eltern durchführen. Eine Rutschmöglichkeit im Garten, eine Kissenschlacht im Schlafzimmer oder ein Abenteuerbett bieten verschiedene Bewegungsmöglichkeiten. Wie wäre es mit einer Verkleidungsrunde vor dem elterlichen Kleiderschrank oder mit Wattepusten über einen breiten Tisch? Es muss nicht immer nach Sport aussehen, es geht einfach darum, das Kind für eine gewisse Zeit in Bewegung zu halten. Danach sind der Mittagsschlaf und die Entspannung wohlverdient.

6. Sport für Kinder  – vom Kinderturnen bis zu Vereinssportarten

Sport für Kinder gibt es schon für die Kleinsten. Beim Kinderturnen werden einfache Sportspiele für Kinder durchgeführt, die dem Nachwuchs viel Spaß machen. Rolle vorwärts und rückwärts, balancieren oder hüpfen: Wenn die Eltern Hilfestellung geben und andere Kinder dabei sind, wird das Sicherheitsbedürfnis mit der Neugier verbunden – optimale Voraussetzungen, diese Spannung auch später im Leben zu suchen und zu genießen. Ganz nebenbei werden unter anderem die Feinmotorik, der Gleichgewichtssinn, die Kraft und die Schnelligkeit trainiert. Oft wird beim Kinderturnen auf die Kreativität und den Erfindungsreichtum der Kinder eingegangen. So wird es niemals langweilig und die Kleinen gehen gern zum Kinderturnen.

Wer über die Bewegung Kinder motivieren möchte, sollte auch ein Auge auf die Vorlieben und möglicherweise auf die Talente seines Nachwuchses haben. Mancher rennt gern auf der Aschenbahn oder interessiert sich für andere Sportarten der Leichtathletik. Zirkusangebote und Theater für Kinder bringen einige Action mit sich. Reiten steht vor allem bei jungen Mädchen ganz oben auf der Sportliste. Wie wäre es alternativ mit Kindertanz und Ballett, mit Fechten, Judo und Karate? Viele Schulen bieten Sport-AGs außerhalb der regulären Schulsportstunden an, ansonsten eignen sich Vereine (mit meist recht preiswerter Mitgliedschaft) und die Angebote der Volkshochschule. Sport und Bewegung sind pädagogisch wertvoll, sofern der richtige Trainer dabei ist. Hier sollte die Chemie stimmen. Vor allem aber stärken die Bewegungseinheiten unsere Kinder in jeder Hinsicht.

Unsere letzten Beiträge

Ernährungsfragen für Mutter und Kind

September 2nd, 2017|0 Comments

Häufig gestellte Fragen - FAQ Vegetarische Ernährung für mein Kind - was sind kritische Nährstoffe und worauf muss ich achten? Wie lange darf Selbstgekochtes tiefgekühlt werden? Reicht zur Aufbewahrung von Selbstgekochtem ein 3-Sterne-Fach [...]

Ernährung Stillen

August 29th, 2017|0 Comments

Ernährung in der Stillzeit Auch nach der Geburt Ihres Kindes sollten Sie weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung achten, besonders wenn Sie stillen. Viele Frauen sind verunsichert, ob und wie lange Sie Ihr [...]

Ernährung für Schwangere

August 28th, 2017|0 Comments

Ernährung in der Schwangerschaft Während einer Schwangerschaft ist eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, Voraussetzung für das Wohl von Kind und Mutter. Wenn Sie sich gesund ernähren, werden Sie und Ihr Kind mit allen wichtigen [...]

2017-08-28T20:47:37+00:00 August 21st, 2017|Sport|0 Comments